I. Ich & die Welt.

Donnerstag, 11. Januar 2007

Selbsterkenntnis, Teil 25

(Schätzungsweise)

Denn dies eine haben mir die letzten Tage gebracht -
Die Erkenntnis, dass mein Gemüt mit einer Kugel in einer Schale zu vergleichen ist.
Ist die Schale ruhig, ist mein Gemüt und sind mene Emotionen ruhig.
Aber wird sie bewegt, und sei es auch durch eine kleine Erschütterung nur, fängt die Kugel an, sich zu bewegen
und gerät aus dem Gleichgewicht.

Es ist dann nicht allzu schwierig, sie wieder dorthin zurückzubringen - eigentlich muss man nur warten,
aber bis dahin kann es völliges Chaos sein.

Man sagt, Erkenntnis sei der beste Weg zur Besserung, und ich muss wirklich was daran ändern, nicht immer so leicht emotional aus der Ruhe gebracht zu werden können - oft schon durch den kleinsten Anlass, wenn er die richtige Stelle trifft.

Also, mehr Gelassenheit lernen - oder die Kugel festkleben.....

Samstag, 29. Juli 2006

Platon's Hälfte.

Die platonische Vorstellung des Menschen als der einen Hälfte eines Kreises, beständig auf der Suche nach seiner anderen Hälfte, mit der er sich wieder ganz fühlen kann -

einer der blödsinnigsten Aussprüche der Menschheitsgeschichte.

Montag, 10. Juli 2006

Die Letzte Woche beginnt...

Nachdem Sonntag ein wenig besser als Samstag, aber immer noch nicht optimal war,
geht es heute wohl schon wieder.
Erholsame elf (!) Stunden geschlafen, eben erst aufgestanden, und gleich werde ich geruhsam frühstücken.
Dann duschen und dann mal sehen.
Vielleicht einkaufen - ich hab keine Milch mehr im Haus.

Und das ist dann der Anfang der letzten Woche Uni für dieses Semester.
Oh - wie wunderbar wird das erst werden, wenn ich die eine Hausarbeit, die ich schreiben muss, hinter mir habe.
Und dann nur rumlungern, faulenzen, ungemein produktiv sein und ganz viel schreiben. Drei Monate lang.
Jep, es wird herrlich.
Hoffe ich. (und dass ich mich nicht schon nach einer Woche faulenzen tierisch langweile...)

Samstag, 8. Juli 2006

Sommerfest der Historiker...

... war gestern, im Garten des Instituts.
Bei unstabilem Wetter rumsitzen und Biertrinken und optional Grillzeug essen oder Brötchen.
Und reden, dazu sich die Menschen, die man nur peripher kennt, anschauen.

War auch ganz nett, kommt immer drauf an, mit wem man da ist - meine Gesellschaft gefiel mir.
Irgendwann fing es an zu regnen, man flüchtete sich unter eine winzige Plane, bis es besser wurde.

Erkenntnis, wie seltsam Männer sind, beizeiten.
Blicke eines mir Unbekannten, durchaus attraktiven Menschen, der mich, sagen wir, eine Minute zu lange gemustert hat,
lächelte,
ich zurücklächelnd,
und schon musste ich mir den Rest des Abends Vorhaltungen von St. anhören.

"Und irgendwann bald wirst du mit irgendeinem Arsch in Chucks und gestreiftem Shirt davonlaufen, und ich bin vergessen."

Wie recht du hast -
mit dem Mann in Chucks,
nicht mit dem Vergessen.

Freitag, 7. Juli 2006

Ich scheine gerade...

... ein beruhigend großes Reservoir an Privatleben zu haben.
Zumindest versicherte mir das meine Mitbewohnerin letzlich, als ich mal wieder abends das Haus verließ,
während sie sich gerade vor dem Fernseher einrichtete.
Ok, dann ist das wohl so.
Ich muss allerdings gestehen, dass das vermutlich nur auf St. begründet ist,
zusätzlich noch auf Ma.
Die eine geht in drei Wochen für ein Jahr nach Kopenhagen,
der andere - na, der bleibt mir noch etwas länger erhalten.

Und trotzdem kann ich meine wirklich engen Freunde immer noch an einer Hand abzählen. Gerade so noch, zwar, aber dennoch.
Mein Soziales Leben steht auf wakeligen Pfeilern, wenn ich ein solches Bild gebrauchen darf.

Aber jetzt genug der Betrachtung (ja, man sieht, es ist weniger warm und mein Gehirn ist aus der Hitze-Starre erwacht), und kommen wir zum gestrigen Abend.
Ein netter, gemütlicher Kino-Abend sollte es werden (mit besagtem, oben bereits genanntem Herren), und wir waren vorher noch auf ein Bier in einem Strassencafé eingekehrt, als er meinte, dass M. und ein ebenfalls eher flüchtig bekannter Mensch aus dem Seminar uns gleich treffen und mitkommen wollen ins Kino.
Naja. Ich für meinen Teil frage immer vorher, ob das denn auch ok sei, wenn ich Ma. mal mitbringe und wir was zu dritt unternehmen, aber auf eine spontane Idee von M. muss man ja sofort eingehen.
Und dann saß ich im Kino natürlich rum, St. zu meiner linken Seite, M. zu meiner rechten, und versuchte, mich auf den Film zu konzentrieren (Silent Hill, den ich ja schon gesehen hatte), und nicht die ganze Zeit auf M. zu starren oder so was.
Herrje, Ma. und ich hätten uns am Nachmittag auch nicht so lange über ihn unterhalten sollen.

Zumindest, ich habe festgestellt, dass Sympathie und Attraktivität in meinen Augen nicht zusammenfallen,
und dass ich auch einer Affäre mit jemandem (M. eben) nicht abgeneigt wäre, auch wenn ich genau weiß, dass derjenige eigentlich ein ziemliches Arsch ist.
Verdammt gutes Aussehen verzeiht bei mir offensichtlich so einiges....

Dienstag, 4. Juli 2006

Ich hasse alles.

Jetzt dachte ich, dass ich heute mein dummes Referat hinter mich bringen könnte -
aber nein, weil letzte woche ausfiel, und sich alles verschiebt, wurde ich nur halb fertig
und muss nächste Woche noch mal ran!
so ein blöder mist.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass alles ein wenig konfus war:
Es war tierisch warm, wir hatten schon ein Referat vorher gehört und alles war am eindämmern,
ich auch.
Und da noch zusammenhängende Sätze von sich zu geben, ist echt nicht leicht.

Hmpf.

Sonntag, 2. Juli 2006

Und jetzt?

Ist alles wieder beim alten?
Als wäre nichts gewesen?

Nein, auf subtile Weise ist es anders geworden.
Die acht Seiten, die er mir geschrieben hat, und die
nichts geringeres enthielten, als
alles, was ihn ausmacht.

Er hätte Zweifel gehabt, nach Mittwoch,
ob wir noch zurechtkommen würden,
miteinander.

Aber es funktioniert,
auch, weil ich,
die ihn auf gewisse Art zusehr liebt,
um ihn nie wieder zu sehen,
das nicht will.

Und er genausowenig.

Aber was genau unterscheidet nun die Liebe, die man zu einem unglaublich guten Freund empfindet,
zu der, die man in einer intimen Beziehung zu seinem Partner empfindet?
Und ich rede hier nicht vom verliebtsein - sondern von Liebe.
Hatte am Freitag ein langes Gespräch mit Ma. darüber, und wir, zwei zunehmend unabhängige Singles, die erstmal niemanden brauchen, um irgendeine Leere zu füllen, weil nicht wirklich eine da ist, kamen zu dem Schluss, dass es nur eines ist, was diese Liebe unterscheidet - letztendlich nur der Sex.
Rein emotional besteht kein Unterschied. Denkt drüber nach.

Und vielleicht, wenn man es so betrachtet, hatte er recht - es gibt noch Hoffnung.

Freitag, 30. Juni 2006

Geilstes Konzert ever.

Ich will ja nicht ablenken oder so, aber das muss erwähnt werden.
Meine zwei Mitbewohnerinnen und ich gestern: maximo park in Essen.
Meine Güte! Mein Gott! Mein Gott! Verdammt, war das toll!

Aber, um am Anfang zu beginnen:

Vorher haben wir uns in Essen die Caspar David Friedrich - Ausstellung angeschaut, und waren dementsprechend erledigt nachher.
Aber als das Konzert dann gegen acht Uhr anfing, war jegliche Müdigkeit wie weggeblasen.
Die Fans, die da waren, waren alle so dermaßen guter Stimmung, wir unter ihnen,
und alle haben getanzt, bis der Saal ein einziges Sammelsurium aus sich bewegenden, transpirierenden Körpern war.
Und die Band war irgendwann nur noch am grinsen, ausgelassen und wunderbar.
Viele Lieder vom ersten Album haben sie gespielt, aber auch zwei oder drei neue Songs.

Als es dann vorbei war (viel zu kurz, aber verdammt intensiv, so kam es uns allen vor),
so viel Adrenalin in unserem Körper, wir konnten kau stillsitzen,
wenn nicht alles von der Anstrengung so weh getan hätte.

Meine Güte! Wann ist das nächste Konzert?

Donnerstag, 29. Juni 2006

Wäre ich mal...

... doch nach Schweden ausgewandert.
Am besten schon vor über einem Jahr.

Zumindest vor gestern Abend.
Bevor ich diesem unglaublich tollen Mann das Herz brechen konnte,
der mir doch auch wahnsinnig viel bedeutet.

Es war ganz und gar fürchterlich.
Ich hab in meinem Leben noch nie einen Mann so sehr weinen sehen,
wie ihn,
als ich ihm sagte, dass aus uns wohl nichts wird.

Mittwoch, 28. Juni 2006

Am liebsten....

... würde ich mich einfach in Luft auflösen.
Oder das Land verlassen.
Aber meine wiederholten Versuche,
meine Mitbewohnerin zu überzeugen, doch auf der Stelle
mit mir nach Schweden in eine Blockhütte zu fahren,
zeigen keine Wirkung.

Also muss ich mich wohl der Realität stellen,
heute abend.

Mal abwarten.

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VII. Alltägliches.
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