VII. Alltägliches.

Sonntag, 18. Februar 2007

Was wollte ich sagen?

Warum reden in letzter Zeit alle über eigene Kuriositäten?
Würde ich ja auch gerne, aber gleichzeitig komme ich mir nur skurril und wie der profanste Mensch der Welt vor.
Weil ich die Seltsamheiten, die ich habe, wohl nicht als solche ansehe?

Mal schauen, was ich zusammenbekomme:

- Ich mag den Geruch vieler Dinge, die andere Menschen seltsam finden. Als Kind liebte ich es, wenn meine Eltern das Auto in der Tiefgarage geparkt hatten, einfach nur in die Luft zu schnuppern. An Tankstellen dasselbe. Sowieso muss ich an allem riechen. Habe ich ein neues Buch, lese ich nicht zuerst, nein - ich schlage es auf und rieche daran.
Inzwischen kann ich verschiedene Buch-Gerüche unterscheiden, z.B. riechen Schulbücher anders als Sachbücher oder Belletristik. Vielleicht haben auch verschiedene Verlage verschiedene Gerüche, das muss ich noch herausfinden.
Auch bei Menschen ist das so. Mein Freund kann es Ihnen sagen.
(nur so nebenbei: es gibt eine Anekdote über Schiller, dem man nachsagt, er habe ständig verfaulte Äpfel in seiner Schreibtischschublade gehabt, um bei Bedarf an ihnen riechen zu können. Ich kann das verstehen. Aber nein, hier liegt kein Faulobst herum, mein Schreibtisch besitzt auch keine Schubladen.)

- Sowieso scheine ich recht sensuell zu sein. Alles ersteinmal anfassen. Menschen, die ich schätze und mag, Dinge, die interessant sind. Museen werden da zu wahren Folterkammern - Schauen, aber nicht anfassen . Furchtbar.

- Wenn ich etwas neu habe, muss ich es die ganze Zeit anschauen. Besonders lästig bei Schuhen, wenn man tagelang nur auf die eignen Füße starren kann.
Bei Menschen, die neu sind, ist das auch so. Oder bei Menschen, die sich verändert haben, neuer Haarschnitt etwa.
Oder auch - einfach nur so.

- Ich bin furchtbar pingelig - alles muss Ordnung haben. Vielleicht auch, weil ich das Chaos in meinem Kopf durch äußerliche Ordnung beschwichtigen will. Aufräumen hat einen schon fast meditativen Effekt auf mich.
Aber nur das - putzen hasse ich wie die Pest.

- Ich kann in meinen Launen fürchterlich sein - mal bin ich fies zu allem, was sich um mich bewegt und will nur meine Ruhe haben, und sei es auch nur des kleinsten Auslösers wegen, und schon Minuten später bin ich wieder bester Laune und liebe alles.
Ich selbst bin bei anderen Menschen in keinster Weise nachtragend, was solche Dinge angeht, erwarte das gleiche Verhalten aber allzu oft auch von anderen. Was mir dann zum Verhängnis wird.

- Kleine Dinge: Ich esse Gummibärchen immer farblich sortiert, ich mag es, das Geschirr in einer bestimmten Reihenfolge zu spülen. Mal esse ich eine Woche nur Fertignahrung, um dann an einem Tag zwei Stunden zu kochen, wenn ich in der Stimmung bin. Ich mag keinen Weichspüler, und Wäsche muss sich bei mir dadurch auszeichnen (gerade Jeans) dass der Stoff nach dem Waschen akkurat steif ist. mein Gefühl von Sauberkeit hängt davon ab. Ich mag es nicht, wenn auf meinem Schreibtisch zu viele Dinge sind, weil ich dann dauernd von der Arbeit abgehalten werde. Ich kann zwei Wochen vor mich hingammeln um dann aus heiterem Himmel arbeitsam zu werden.. und... und... und.

ok, vielleicht bin ich doch Kurioser, als ich dachte?

Freitag, 16. Februar 2007

Ich gestehe.

Ich kann manchmal fürchterlich ungerecht sein.
Auch/ Gerade zu Menschen, die ich liebe.

Und meistens merke ich es dann erst am nächsen Morgen, oder nachdem ich viel zu lange/zwei Tage darüber nachgedacht habe.

I. Ich & die Welt.
II. Reden wir über... Wesentliches.
III. Ueberlebenswichtig.
V. Filmwelten.
VI. Alles andere.
VII. Alltägliches.
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